Batterie ist nicht gleich Batterie. Wir erklären die Unterschiede und geben einige wichtige Tipps, welche die Langlebigkeit Ihrer Batterie positiv beeinflussen. Denn bei Batterien zahlt sich gute Wartung in Form von längerer Lebensdauer aus!
Aber auch die Qualität muss stimmen. So stellte die Fachzeitschrift MOTORRAD in Heft 1/2004 bei Hein Gericke erhältlichen Batterien das Urteil „sehr gut“ aus, da die Tester „hervorragende Ergebnisse in allen Disziplinen“ feststellten (siehe unten: „Wir haben die Testsieger“).
Als Erstes entfernen Sie den Belüftungs-Stopfen. Standard-Batterien sind trocken vorgeladen und müssen zusätzlich Zelle für Zelle mit Batteriesäure bis zur Max.-Marke befüllt werden. Dann wird die Batterie eine halbe Stunde auf einem ebenen Untergrund stehen gelassen und danach leicht angestoßen, um Luftblasen zwischen den Platten zu lösen. Wenn der Säurestand dadurch absinkt, Batteriesäure erneut bis zum Max.-Stand nachfüllen.
Jetzt muss die Batterie vor Inbetriebnahme vollständig geladen werden. Danach die Verschluss-Stopfen anbringen. Beim Aufstecken des Entlüftungsschlauches vorher die Kappe vom Entlüftungsdom abziehen.
Nach Inbetriebnahme sollte ca. alle zwei Monate der Säurestand überprüft werden. Ist dieser unter den Minimalstand abgesunken, muss bis zur oberen Markierung destilliertes Wasser nachgefüllt werden (niemals Batteriesäure nachfüllen!).
Der Entlüftungsschlauch ist ebenfalls regelmäßig zu kontrollieren. Setzt sich dieser zu, oder wird er durch Auspuffrohrkontakt verschmolzen, können die durch den Ladevorgang entstehenden Gase die Batterie zum Explodieren bringen.
Standard-Batterien müssen bei einer vorübergehenden Stilllegung etwa alle zwei bis drei Monate nachgeladen werden. Das gilt für den ausgebauten oder abgeklemmten Zustand. Ist die Batterie noch im Fahrzeug angeschlossen, denken Sie bitte an noch vorhandene Stromverbraucher (Alarmanlage etc.) für die Verkürzung der Lade-Intervalle. Wird eine Batterie vollständig entladen (Tiefenentladung) und verbleibt in diesem Zustand mehrere Tage, verliert sie die Fähigkeit Strom aufzunehmen und muss ersetzt werden.
Die längste Lebenszeit für Ihre Batterie erreichen Sie, wenn Sie diese auch im Dauerbetrieb alle zwei bis drei Monate durch ein geeignetes Ladegerät vollständig aufladen.
Die Maintenance-Free-Batterie wird häufig als „wartungsfreie Batterie” bezeichnet. Das ist zwar richtig übersetzt, erweckt aber den Anschein, als wäre diese völlig wartungsfrei und müsse auch nicht zwischengeladen werden. Das ist falsch!
Wartungsarme Batterien werden wie Standard-Batterien mit Säure befüllt. Allerdings wird diese immer in einem speziellen Behältnis mit der für die Batterie exakt vorgeschriebenen Säuremenge und -dichte mitgeliefert. Nach dem Befüllen wird die Batterie mit dem beiliegenden Verschlussband versiegelt. Dieses darf nach der Befüllung nicht mehr entfernt werden. Wartungsfrei wird die Batterie genannt, weil der Flüssigkeitsstand im Gegensatz zur Standard-Batterie nicht mehr überprüft werden muss.
Die technische Innovation dieses Batterietyps liegt darin, dass die Säure mit den in der Batterie gelagerten glasfaserähnlichen Platten eine untrennbare Verbindung eingeht. Das dient der Sicherheit und beugt so Verletzungen vor, die bei einem Batteriegehäuse-Bruch entstehen könnten.
Statt eines Entlüftungsschlauches hat die Maintenance-Free-Batterie ein Spezialventil. Vor Inbetriebnahme muss die Batterie vollständig geladen werden. Zwischenladen, auch im Dauereinsatz, erhöht wie bei der Standard-Batterie die Lebensdauer erheblich.
Die Sealed-Batterie ist eine Weiterentwicklung der Maintenance-Free-Batterie. Sie ist im Gegensatz zur Maintenance-Free- und Standard-Batterie bereits mit Säure befüllt. Es gibt keine Verschluss-Stopfen oder Siegelbänder, die Batterie ist in sich völlig geschlossen und auslaufsicher. Ein Spezial-Ventilsystem ersetzt den Entlüftungsschlauch.
Vor Inbetriebnahme muss die Batterie vollständig geladen werden. Zwischenladen, auch im Dauerbetrieb, erhöht wie bei der Standard- und Maintenance-Free-Batterie die Lebensdauer erheblich.
In den o.g. Texten wurden Bedienelemente vereinfacht dargestellt, um die Unterschiede der drei Batterietypen aufzuzeigen. Bitte nehmen Sie sich beim Batteriekauf ausreichend Zeit für die mitgelieferte Bedienungsanleitung.
Sollte der Batterie keine Bedienungs-Anleitung beiliegen, fragen Sie in Ihrem Hein Gericke-Shop nach Unterlagen, oder fordern Sie diese in der Düsseldorfer Zentrale unter 0211/98 98 9 an. Hilfestellung erhalten Sie auch im Internet unter www.hein-gericke-store.de.
In der Fachzeitschrift MOTORRAD 1/2004 wurden 13 Batterien im Labor in aufwendigen Vergleichstests in vier Kategorien, die unterschiedlich gewichtet wurden (Angabe Gewichtung in %), unter die Lupe genommen: Kapazitätsmessung (5%), Tiefenentladung (30%), Kaltstartversuch (50%) und Rüttelfestigkeit (15%).
Von den 13 Batterien im Test gab es nur drei mit dem Testurteil „sehr gut“.
Alle drei Batterietypen erhalten Sie bei Hein Gericke.